Nils Kercher
Nils Kercher poetic world music

Der Sänger und Multiinstrumentalist Nils Kercher schöpft aus den Traditionen Westafrikas genauso wie aus der introspektiven Atmosphäre nordischer Weite.

Als Kind erlebt er, wie frei seine Großeltern miteinander auf der Violine improvisieren und dazu singen. Nils erbt die Violine seines Großvaters und  hat 10 Jahre Unterricht. Er singt als Tenor im Chor und spielt in Orchestern. Er hat große Freude am Musizieren, fühlt sich aber nicht ganz Zuhause in einer Musik, die ausschließlich über Noten festgelegt ist. Auch durch das Beispiel seiner Großeltern erahnt er, dass es eine andere Weise gibt, zusammen zu spielen.
Mehr davon findet er als Teenager, als er sich als Schlagzeuger in Richtung Rock, Funk und andere Stilrichtungen orientiert. Als sich ihm jedoch mit 16 das musikalische Universum Westafrikas zu erschließen beginnt, weiß er, dass er in Kontakt mit einer Quelle gekommen ist, die er - ohne es zu wissen - immer gesucht hatte.

Kercher erlernt das Djembe-Spiel, gibt bald schon selbst Trommelunterricht - eine Tür zu neuen Klangerkundungen ist aufgestoßen worden. Für ihn ist klar: Er möchte in diese neue Welt unmittelbar, vor Ort eintauchen, und so macht er sich direkt nach dem Abitur zu seiner ersten Guineareise auf.

Als Schüler bei mehreren Meistern des Nationalballetts versenkt er sich in die Denkweise der dortigen Musiktraditionen. Sieben Mal kehrt Kercher nach Guinea und die umliegenden Länder Mali, Gambia und Senegal zurück, wagt sich schließlich gar an die ehrwürdige 21-saitige Stegharfe Kora heran. Er studiert bei namhaften Korameistern wie Fodé Kalissa, der ihm kurz vor seinem Tod seine Kora überliess, Ba Cissoko und in Bamako am nationalen Institut der Künste bei Djelimady Sissoko, dem Bruder des international bekannten Koraspielers Ballaké Sissoko.  

Vor allem auf den Dörfern, im unmittelbaren Umgang mit den Menschen, findet er einen unproduzierten Groove und eine bemerkens-werte Fähigkeit, in einen gemeinsamen musikalischen Fluss einzutauchen.


Aus dieser Philosophie heraus beginnt er, seine eigene Klangsprache mit Elementen der westafrikanischen Musik zu entwickeln. Diese Suche schlägt sich 2009 in seinem ersten Album Ancient Intimations nieder. Hier breitet er erstmals den Reichtum seiner "poetischen Weltmusik" aus - eine kammermusikalische Welt, die von Westafrika kündet, aber stets eigene Wege geht und auch nordische Weite in sich trägt. 2009 erreicht das Album die World Music Charts Europe.

Viele Konzerte, die von Deutschlandradio Kultur bis zum Hessischen Rundfunk und von Magazinen wie drums & percussion oder Rocktimes gefeiert werden, schließen sich an, begleitet von einer Live-CD.
 

Nils Kercher entwickelt zudem die Methodik “African Drumming and the Art of Listening” zur Vermittlung von westafrikanischen Rhythmen und die Annäherung an ein für westliche Spieler meist unbekanntes Spielgefühl.

2011 wird er mit seinem Ensemble eingeladen,   im Rahmen des Programms der  “Kulturhauptstadt Europas 2011” (Turku, Finnland), ein Konzertprogramm gemeinsam mit dem  Streichensemble der Sibelius-Akademie (Musikhochschule, Finnland) auf die Bühne zu bringen. Die Arrangements, eine Kombination von  Streichern, westafrikanischen Instrumenten und Gesang, schreibt Kercher für dieses Festival und präsentiert sie zusammen mit den finnischen Musikern (Alkumeri Festival August 2011, Turku).

Im Jahr 2013 beginnt Nils Kercher auf eine neue Kooperation mit Oumar Barou Kouyate (Mali),  Spieler der Ngoni, eine gleichzeitig warm und rau klingende Laute aus Mali. Barou Kouyate hat sich von 2006-2011 als Solist in der Band seines Onkels, dem international sehr erfolgreichen Bassekou Kouyate, einen Namen gemacht. Seit 2012 geht er nun eigene Wege, gründete die Band ”Gambari” und tritt in den Dialog mit neuen musikalischen Welten. Seit 2013 wird er zu zahlreichen Tourneen von Nils Kercher aus Bamako eingeflogen. Für Kerchers Album “SUKU - Your Life is Your Poem” (2016) spielt Barou Kouyaté die Ngoni- und Gitarrenparts.

2015 wird Nils Kercher vom seneglesischen Plattenlabel “Blue Saxo” eingeladen, die Senegal-Tournee der senegalesischen Bands Mariama Kouyaté, Vieux Sall, Daby Balde und Prefet Adam als special guest zu begleiten. Das staatliche senegalesische Fernsehen (RTF) zeigt großes Interesse und lädt Nils Kercher während der Tournee zu einem Interview  in die Studios in Dakar ein. Nils Kercher lädt die  Sängerin Mariama Kouyaté ein, als Gast bei zwei Stücken seines Album “SUKU”(2016) mitzuwirken und dreht gemeinsam mit ihr sein Musikvideo zu “Unbroken Spell” im Haus der Sklaven auf der Insel Gorée / Senegal.

Das Kultursekretariat Nordrhein-Westfalen wählt  Nils Kercher mit seinem Ensemble für den Katalog „Musikkulturen 2017/18" aus.

Interview mit Nils Kercher geführt vom Journalisten und Ethnologen Dr. Lothar A. Heinrich 

Link zu Konzert- und Musikvideos von Nils Kercher auf Youtube

Link zum Interview (30 Min) mit Nils Kercher in der Sendung “Redezeit” auf WDR 5

Link zur Sendung (45-Min) zu Nils Kercher´s Musik im Deutschlandfunk

Nils Kercher Beethoven chamber music hall 2016
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Link zum Interview mit Nils Kercher in der Sendung “Redezeit” auf WDR 5

“wunderbares neues Album...grossartige Songs
übersprudelnd von Kora und fantastischem Gesang”
     

DJ RITU (BBC / UK)

                              

"...allerfeinster Weltmusik-Crossover, wie man ihn nur 
 selten zu hören bekommt...enorm clever arrangiert und 
 auch klangtechnisch auf höchstem Niveau. Nils Kercher 
 beweist, dass er zu den herausragenden Künstlern im 
 Bereich Weltmusik zu zählen ist. Empfehlung!”
 

MUSIK AN SICH                  
       

“man kann diese CD in einer Endlos-Schleife laufen lassen”

DJ Didier Mélon (RADIO RTBF / BELGIEN) 


                                         

“ein unkonventioneller und grossartiger Musiker...”
                         

Main-Rheiner Zeitung

 

„Die Produktion erinnert an Aufnahmen westafrikanischer  Musik aus Peter Gabriels Real-World-Studio, nur dass es sich hier um einen deutschen Protagonisten handelt.  Chapeau!“

FOLKER                                                                     

 

„dichter und aufregend- abwechslungsreicher Klang ... virtuoser Koraspieler...  Songs... die einen als Hörer sofort einnehmen... Eine Brücke zwischen den Kulturen"

Deutschlandradio Kultur

 

 

„relaxed and authentic singing style which carries the lyrics well and, most importantly of all, he has something to say...
His partnership with Oumar Barou Kouyate is an impressive testament as to how two musicians from different roots cultures can work together in a supportive and inspiring way. This is no cut-and-paste exercise but a genuine fusion... often sounding as if it comes from the Real World catalogue...“

 fROOTS MAGAZINE / UK
 

„weltmusikalischer Freigeist, der seinesgleichen sucht"

Musikreviews

 

 

„jene schlichte, tief spürbare Authentizität eines Ensembles, dessen Mitwirkende sehr präsent an den Instrumenten und im Zusammenspiel inspirierend agierten. Improvisatorische Elemente, wie man sie aus dem Jazz kennt, kurze virtuose Passagen, klangliche Texturen, die geeignet wären, Komponisten wie Ludevico Einaudi zu inspirieren, und dann diese tiefen Trommelschläge, die direkt in den Bauch gehen... alles verschmolz zu einer eigenartig fremden, sehr ansprechenden Musik, die von einem Atemzug zum nächsten aus filigraner Leichtigkeit in packende Dramatik ausbrach.“

Badische Neueste Nachrichten

 

 

„Nils Kercher ist ein Deutscher, aber wenn man ihn so auf der Bühne hört und sieht, könnte er glatt in Afrika adoptiert worden sein.“

Hörspiegel

“Momente von fast sakraler Wirkung”

JAZZTHETIK                      

 

 

„Das Konzert unter dem Titel Ancient Intimations liess für zwei Stunden die Zeit stillstehen”

General-Anzeiger Bonn

 

 

„Ein Phänomen ist Kerchers Stimme. Er steigt in Höhen, die eigentlich nur Frauen reserviert sind, hat aber auch für männliche Tiefen Kraft. ein grenzenloses, androgynes Organ.

Allgäuer Zeitung